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Die Betriebsvereinbarung » Workshop: Wie schreibe ich eine Betriebsvereinbarung? » Die Präambel

Dossier: Betriebsvereinbarung


Workshop: Die Präambel

Der Brockhaus sagt uns, was eine Präambel ist:

 

Präambel
[lateinisch] die, Vorspruch, feierliche Erklärung als Einleitung, z.B. bei Staatsverträgen, Verfassungsurkunden.

 

Die könnte hier etwa so aussehen:
Betriebsrat und Arbeitgeber haben, getragen von dem Gedanken des gerechten Ausgleichs zwischen den Interessen der einzelnen Beschäftigten und im beharrlichen Bemühen um die Gesundheit aller Mitarbeiter, eingedenk des grundgesetzlich garantierten Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit und unter Beachtung der Genfer Menschrechtskonvention wie auch der Vorbildfunktion, die das Verhalten der Beschäftigten eines so bedeutenden Betriebs in unserer Stadt bla bla bla...

 

Leider ist es so:
Die feierliche Deklamation der eigenen Bedeutung, der tief schürfenden Gedanken, die alle sich gemacht haben und der Hoffnungen, die sie damit verknüpfen – ist meist schlicht überflüssig. Zumindest hat das alles nichts mit den aufgestellten Regeln zu tun. Wem der Glimmstengel verboten wird, der hat wenig Interesse an den hehren Gedanken, die sich um diese Maßnahme ranken. Deshalb die Empfehlung: lassen Sie es sein. Präambeln sind überflüssig. Allenfalls sind sie eine Wundertüte, aus der andere Begründungen heraus holen, wenn es bei Unklarheiten an die Auslegung der Vereinbarung geht. Um hier wirklich Fakten zu schaffen, sind Präambeln aber praktisch nie geeignet, weil sie viel zu blumig formuliert sind.

 

Sagen Sie lieber deutlich im Text, wessen Interessen – hier: die der Raucher oder die der Nichtraucher, meistens aber die des Arbeitgebers oder die der ArbeitnehmerInnen – im Streitfall den Vorrang genießen sollen.

 

 

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